Sicherheits ABC

Sicherheitsfenster und
Sicherheitstüren nach DIN

Einbruchhemmung | Durchschusshemmung


Presseschau zum Thema Sicherheitstechnik


Einbruchhemmende Fenster machen es Dieben schwer

Berlin, Februar 2012Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen, sagt die Kriminalstatistik. Das sind 30 Einbrüche pro Stunde. Für die Betroffenen folgt auf den Schock nicht selten die schmerzhafte Erkenntnis, dass der Einbruch vermeidbar gewesen wäre. Die Kriminalpolizei weiß: Eindringlinge kommen in den meisten Fällen durch die Terrassentür oder durch ein Fenster im Erdgeschoss. Gekippte Fenster stellen eine besondere Gefahr dar. Eine beliebte Methode ist es aber auch, den Flügel auszuhebeln oder das Fenster nach dem Einschlagen der Scheibe oder dem Anbohren des Rahmens zu entriegeln. Profis schaffen dies in wenigen Sekunden.

Wie kann man sich vor solchen Übergriffen schützen? Auf jeden Fall sollte man beim Einbau neuer Fenster den Sicherheitsaspekt mitberücksichtigen. Fenster- und Beschlaghersteller haben spezielle einbruchhemmende Systeme entwickelt, die in ihrer Gesamtkonstruktion – Rahmen, Beschlag, Verglasung, Mauerwerk und die gesamte Montagesituation – keine Schwachpunkte aufweisen dürfen. Diese Fensterelemente „aus einem Guss“ werden einer Einbruchprüfung unterzogen und nach aktueller DIN-Norm in sechs Widerstandsklassen („resistance class“) RC1 bis RC6 unterteilt, wobei die Klassen 4 bis 6 vor allem für hoch gefährdete Räumlichkeiten wie Banken und Juweliergeschäfte ausgelegt sind. Für den Schutz des eigenen Zuhauses empfiehlt die Polizei Fenster der Widerstandsklassen 2 oder 3. Schon RC 2 verhindert das Aufbrechen der verschlossenen Fenster mit Schraubendreher oder Zange. Bei RC 3 hat auch ein so genannter „Kuhfuß“ keine Chance.

Charakteristische Konstruktionsmerkmale einbruchhemmender Fenstersysteme sind unter anderem abschließbare Fenstergriffe, Anbohrschutz, verstärkte Glashalteleisten und Beschläge, Sicherheitsbauteile an den Ecken und durchbruchhemmendes Glas sowie die Glasanbindung im Fensterflügel. Regelmäßige genaue Kontrollen der Produktion durch unabhängige Prüfstellen gewährleisten, dass diese außerordentlich hohen Anforderungen jederzeit eingehalten werden. Fensterhersteller und Fensterfachbetriebe dokumentieren ihre Zertifizierung durch entsprechende Prüfzeugnisse. Bauherren sollten sich nach Abschluss der Arbeiten in jedem Fall eine Montagebescheinigung aushändigen lassen.

Kostenbewusste Bauherren haben die Möglichkeit, nur die Fenster in leicht zugänglichen Bereichen wie Erdgeschoss und Souterrain mit dem Sicherheitspaket auszustatten. Denn rein optisch besteht zwischen herkömmlichen und einbruchhemmenden Fenstern kein Unterschied. Keinesfalls sparen sollte der qualitäts- und sicherheitsbewusste Bauherr beim Anspruch an das Material der Tür- und Fensterrahmen. Hochwertiges Holz ist hier besonders gefragt. Aber nicht vergessen: Auch ein geprüftes einbruchhemmendes Bauteil ist nur so gut wie seine Verarbeitung und die Montage. Deshalb empfiehlt sich dringend die Zusammenarbeit mit einem zertifizierten Fensterfachbetrieb.

Welche Widerstandsklasse für welche Wohnsituation?
RC1 oder RC2N (Normalglas): für schlecht erreichbare Fenster in oberen Stockwerken
RC2: für Fenster im ersten Obergeschoss
RC3: für Fenster und Terrassentüren in Erdgeschoss und Souterrain sowie für Balkontüren im ersten Obergeschoss

Quelle: Bundesverband ProHolzfenster e.V.

So schützen Sie Ihr Haus vor Einbrechern

November 2011. Im Schutz der frühen Dunkelheit sind wieder mehr Einbrecher unterwegs. Oft helfen schon simple Gegenmaßnahmen, die gar nicht so teuer sind.

Gegenüber 2009 ist damit die Zahl der Delikte um 6,6 Prozent gestiegen. Im Schnitt dringt alle vier Minuten irgendwo im Land ein Täter in ein Haus oder eine Wohnung ein. Die Schäden, die dabei verursacht werden, nehmen ebenso von Jahr zu Jahr zu. 2008 mussten die deutschen Assekuranzen 420 Millionen Euro aufwenden, um zerstörte Fenster und Türen sowie entwendetes Bargeld und Wertgegenstände zu ersetzen. „Im vergangenen Jahren waren es bereits 460 Millionen Euro“, sagt Christian Lübke vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Eindringen in Privatsphäre erschüttert die Opfer

Was keine Versicherung abdecken kann, ist jedoch das Leid, das die Bestohlenen ertragen müssen. „Auch wenn die Täter fast immer zuschlagen, wenn niemand daheim ist, erschüttert deren Eindringen in die Privatsphäre das Urvertrauen der Einbruchsopfer nachhaltig“, weiß Veit Schiemann von der Kriminalitätsopfer-Hilfsorganisation Weißer Ring.

Nach einer Studie des Psychologen Günther Deegener sind 54,2 Prozent aller Einbruchsopfer zeitweise oder dauerhaft traumatisiert. Sie können nicht schlafen, leiden an Herz- und Kreislaufproblemen, Magen- und Darmstörungen. Viele verfallen in Depressionen. Schiemann rät deshalb Opfern, einen Psychologen aufzusuchen, sobald sie derartige Beschwerden bei sich registrieren: „Um zu verhindern, dass psychosomatische Störungen zu chronischen Erkrankungen werden, sollten sich Betroffene rasch professionelle Hilfe suchen.“

Was das Leid der Opfer häufig noch verstärkt, ist das Gefühl der Ohnmacht gegenüber den Tätern: Die Aufklärungsrate bei Einbruchsdelikten sinkt kontinuierlich. Vergangenes Jahr wurden lediglich 15,9 Prozent der Täter gefasst. Im Jahr zuvor betrug die Ermittlungsquote nach BKA-Angaben noch 16,5 Prozent. Und die wenigen Täter, die gestellt werden, müssen allenfalls geringe Strafen fürchten.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Haus und Wohnung lassen sich für wenig Geld so sichern, dass Einbrecher nicht zum Zuge kommen. „Einfache mechanische Sicherungsmaßnahmen bieten den besten Schutz und sind nicht teuer“, weiß LKA-Experte Krauß.

Mehrheit der Einbrecher nutzt Schraubendreher

Nach einer Studie des Lehrstuhls für Kriminologie der Uni Bochum arbeiten 90 Prozent der Einbrecher nur mit einem Schraubendreher, um nicht durch spezielles Tatwerkzeug bei einer Polizeikontrolle aufzufallen. Deshalb müssen sie sich bereits geschlagen geben, wenn sie auf Türen, Fenster und Rollläden der sogenannten Widerstandsklasse RC 2N stoßen. „Ohne Kuhfuß sind die Täter hier bereits aufgeschmissen“, sagt Krauß.

Dabei ist dies nur die zweitniedrigste der sechs Widerstandskategorien, in die Fenster, Rollläden und Türen unterteilt sind. Nur Produkte der Stufe RC 1 können mit einem Schraubenzieher überwunden werden. Doch selbst diese Fenster und Türen einfacher Bauart können mit massiven Schubriegeln, Vorlegestangen oder Querriegelschlössern nachträglich so verstärkt werden, dass sie der Kategorie RC 2N entsprechen.

Von Bewegungsmeldern, die Außenlampen anschalten, wenn sich jemand dem Haus nähert, hält Krauß hingegen wenig. „Wenn dreimal eine streunende Katze das Licht angehen ließ, achtet niemand mehr darauf.“ Hingegen sollten Zeitschaltuhren installiert werden, die noch vor Beginn der Dämmerung Licht und Radio in den Zimmern angehen lassen, um Einbrechern vorzutäuschen, dass jemand im Haus sei.

Quelle: welt.de

Trauma Einbruch: Einbrecher meiden gut gesicherte Häuser

September 2009, München. Meist genügt Einbrechern ein Schraubenzieher, um sekundenschnell in ein schlecht gesichertes Haus einzudringen. Für die Opfer ist ein Einbruch ein Schock.

Vielen mache die Verletzung der Privatsphäre und das verloren gegangene Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden mehr zu schaffen als der materielle Schaden, sagt Veit Schiemann von der Hilfsorganisation Weißer Ring in Mainz. "Mancher leidet nach einer solchen Tat, die immer auch ein Einbruch in die Seele ist, ein Leben lang an den psychischen Folgen", so Schiemann weiter. Völlige Sicherheit könne es zwar nie geben, aber mit der richtigen Technik ließen sich viele Einbrüche verhindern.

Einbrecher suchten fast immer den Weg des geringsten Widerstandes, erläutert Schiemann. Und den fänden sie häufig durch ältere Fenster und Türen ohne zeitgemäße Sicherheitsausstattung. Helmut Rieche von der Initiative "Nicht bei mir!" aus Berlin kann die Bedeutung von Schutzmaßnahmen bestätigen: "Knapp 40 Prozent der Einbrüche in Deutschland scheitern an der richtigen Sicherheitstechnik." Alarmanlagen könnten mechanische Sicherungen nicht ersetzen. Denn sie melden den Einbruch nur, verhindern ihn aber nicht. Auch wenn der Alarm ausgelöst wird, könnten Einbrecher eindringen und anwesende Bewohner gefährden. Deshalb raten Fachleute, bei Neubauten oder bei einer Modernisierung Fenster und Fenstertüren der sogenannten Widerstandsklasse zwei oder höher einzubauen.

Quelle: sueddeutsche.de


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