Trauma Einbruch
"Neben dem materiellen Verlust stehlen Einbrecher immer auch einen Teil der Seele des Opfers."
Gemäß einer Studie der Universität Saarbrücken haben 88% der Opfer eines Einbruchs die Befürchtung, dass sich der Einbruch wiederholen könnte. Dadurch fühlen sich die Betroffenen zu Hause nicht mehr sicher.
Die Süddeutsche Zeitung schrieb dazu im Sommer 2009 unter der Überschrift "Einbrecher meiden gut gesicherte Häuser":
München: Meist genügt Einbrechern ein Schraubenzieher, um sekundenschnell in ein schlecht gesichertes Haus einzudringen. Für die Opfer ist ein Einbruch ein Schock.
Vielen mache die Verletzung der Privatsphäre und das verloren gegangene Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden mehr zu schaffen als der materielle Schaden, sagt Veit Schiemann von der Hilfsorganisation Weißer Ring in Mainz. "Mancher leidet nach einer solchen Tat, die immer auch ein Einbruch in die Seele ist, ein Leben lang an den psychischen Folgen", so Schiemann weiter. Völlige Sicherheit könne es zwar nie geben, aber mit der richtigen Technik ließen sich viele Einbrüche verhindern.
Einbrecher suchten fast immer den Weg des geringsten Widerstandes, erläutert Schiemann. Und den fänden sie häufig durch ältere Fenster und Türen ohne zeitgemäße Sicherheitsausstattung. Helmut Rieche von der Initiative "Nicht bei mir!" aus Berlin kann die Bedeutung von Schutzmaßnahmen bestätigen: "Knapp 40 Prozent der Einbrüche in Deutschland scheitern an der richtigen Sicherheitstechnik." Alarmanlagen könnten mechanische Sicherungen nicht ersetzen. Denn sie melden den Einbruch nur, verhindern ihn aber nicht. Auch wenn der Alarm ausgelöst wird, könnten Einbrecher eindringen und anwesende Bewohner gefährden. Deshalb raten Fachleute, bei Neubauten oder bei einer Modernisierung Fenster und Fenstertüren der sogenannten Widerstandsklasse zwei oder höher einzubauen.
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